Aktuelle Hinweise:

Die Elterninitiative GEMV möchte Mütter und Väter unterstützen
und aus Kinderperspektive beraten


  1. bevor eine Trennung ansteht und das Kind „in den Brunnen gefallen ist“


  1. während streitigen Auseinandersetzungen vor Gericht


  1. und auch nach „vollzogener Trennung“ bei Umgangsregelungen

 


Dafür stehen Mitglieder mit eigenen Erfahrungen aus Trennungen zur Verfügung. Sie dürfen auch fach- und sachkundige Unterstützung bei Verfahren vor Gericht, dem Jugendamt, der Paar- und Familienberatung erwarten.

Nehmen Sie Kontakt zu uns auf, um mehr über unsere Arbeit und Beratung zu erfahren. info@kindernzuliebe.org

BGH zum Wechselmodell

Der Bundesgerichtshof hat mit einem Grundsatzurteil am 1.02.2017 die schon bisher an einigen Gerichten geübte Praxis bestätigt, wonach die Betreuung von Kindern in Doppelresidenz bei beiden Eltern auch gegen den Willen eines Elternteils angeordnet werden kann. Nicht die elterlichen Wunschvorstellungen seien entscheidend, sondern der Kindeswohl müsse der ausschlaggebende Maßstab sein. Hier lesen Sie mehr …

lesen Sie auch weitere Informationen
des internationalen Rats für paritätische Doppelresidenz (ICSP)

aktuelle News zur nächsten Konferenz in Bosten 2017 und mehr

Ein Gemeinschaftsprojekt von und für Schweizer Bürger stellt die Kinder in den Mittelpunkt. Unterstützt wird das Projekt von der Kinderschutz-Organisation Schweiz (www.kisos.ch)

Dienstag, 27. Juni 2017
Mittendrin im Konflikt: Die Kinder

Die Elternverantwortung bleibt.
Was können Sie tun, um die Kinder zu schützen? 

Susanne von Gönner, Familienpädagogin 

Bürgerhaus Langenhorn, Tangst. Landstr. 41 (an U1)


In Hamburg bietet der ISUV e. V.  interessante Informationsveranstaltungen für Eltern an. In den Abendterminen geht es um das Lösen von Elternkonflikten und die gemeinsame Erziehungsverantwortung. Empfehlenswert für Eltern (beide!) nach Trennung, besonders aber schon im Vorfeld einer Trennung. Eingeladen sind auch alle an Trennung/Scheidung beteiligten Fachexperten wie Familienberater, Verfahrensbeistände oder Juristen.

 

Lesen Sie auch hier Informationen zur Fachtagung Doppelresidenz
in Wien vom 22. Oktober 2016
mit ausgezeichneten Fachleuten sowie
Eltern und jungen Erwachsenen, die über ihre Erfahrungen mit dem
Modell berichten. Zur Zusammenfassung von Anton Pototschnig.

Ein bundesweites Aktionsbündnis informiert über das Gelingen gemeinsamer Elternverantwortung nach Trennung mit
reichhaltigen Quellenangeboten aus den Medien und aus der Forschung. Im Herbst 2016 erschien dazu eine sehr an-
schauliche Broschüre, um Eltern und Fachwelt über die noch weithin ungenutzten Erfolgschancen einer Doppelresidenz
in Trennungsfamilien zu informieren.

Dienstag, 4. Juli 2017
Bald Ferien! Rechtsfragen zum Ferienumgang

Geteilte Ferienzeit – aber was darf ein Elternteil unternehmen, ohne den anderen zu fragen? 

Dr. Luise Stelldinger, Rechtsanwältin 

Restaurant „Perle“, Im Hopfensack 26 (U1 Meßberg)

Schweiz findet Anschluss an innovatives Familienrecht

Unter fortschrittlichen gesellschaftlichen und gesetzlichen Rahmenbedingungen eines Staates leben über ein Drittel der Trennungskinder - im Grundschulalter sogar bis zur Hälfte - in Doppelresidenz bei ihren beiden Eltern.  In umliegenden Nationen ist das somit Normalität, während nur rund 5 Prozent der deutschen Kinder nach Trennung diese Gelegenheit gemeinsam ausgeübter Elternverantwortung erhalten.

Musterbeispiele sind im Norden die skandinavischen Länder Dänemark, Norwegen und Schweden, gefolgt im Westen von Belgien, Niederlande und Frankreich. Im Süden kommt mit einer neuen, 2015 beschlossenen Familiengesetzgebung die Schweiz hinzu, wo die Doppelresidenz (alternierende Obhut genannt) seit 1.1.2017 auf Elternwunsch mit vorrangiger gerichtlicher Prüfung bei vorliegendem Kindesinteresse auch gegen das Veto eines Elternteils angeordnet werden kann.

Der Zürcher „Tagesanzeiger“ beschreibt am 23.10.2016 sehr deutlich die innovative politische Grundhaltung des Gesetzgebers:

„Heute sind die Gerichte zurückhaltend, wenn es darum geht, die alternierende Obhut zu verfügen. Der Wille des Parlaments sei indessen klar (…): «Ausgehend vom Prinzip der gemeinsamen elterlichen Sorge, will es bei getrennten Eltern die alternierende Obhut fördern.» Mit dem besagten Absatz im Unterhaltsrecht habe das Parlament
seinen Willen bekräftigt, dem Recht der Kinder auf Betreuung durch Vater und Mutter Rechnung zu tragen. Mit der Schaffung des gemeinsamen Sorgerechts sei ein Machtinstrument in Scheidungskämpfen entschärft worden. Die Förderung der alternierenden Obhut sei ein weiterer Schritt in diese Richtung.“

hier haben wir weitere Berichte aus der Schweiz zusammen getragen

 

Dienstag, 12.09.2017

Schule – Aufgaben und Probleme bei Trennung und Scheidung (im Bürgerhaus Langenhorn)

Aufgaben und Probleme bei Trennung und Scheidung

Matthias Bergmann, Rechtsanwalt

Bürgerhaus Langenhorn, Tangst. Landstr. 41 (an U1)

„Getrennt gemeinsam erziehen“ – dieses Motto der Elterninitiative „Gemeinsam erziehende Mütter und Väter“ war auch Leitmotiv des „Zukunftsgesprächs“ am 11.07.2017 mit Familienministerin Barley. Erstmals wurden in der Politik die Defizite von Trennungsfamilien als Gesamtheit deutlich artikuliert und deren Wünsche nach partnerschaftlicher Erziehungsverantwortung behandelt. Anlass dazu gab eine Umfrage des renommierten Instituts für Demoskopie Allensbach, wonach mehr als die Hälfte der Trennungseltern gemeinsame Elternverantwortung wünschen und fast alle damit zufrieden sind, die es schon praktizieren: 15 Prozent der Trennungseltern in Deutschland erziehen bereits gemeinsam. Das ist also GEGENWART und nicht nur Gegenstand von Zukunftsbetrachtungen.

 

Was für die Zukunft jetzt zügig an gesetzlichen Schritten eingeleitet werden muss, kam allerdings in der offiziellen Verlautbarung des BMFSFJ noch nicht zum Ausdruck. Die entscheidende Frage ist nämlich, wie es gelingt, dass gerade in den strittigen Trennungssituationen die Kinder in den Genuss einer partnerschaftlich getragenen gemeinsamen Elternverantwortung gelangen können. An diesem Punkt wird sich zeigen, ob diese hochkarätige Veranstaltung des SPD-geführten Familienministeriums tatsächlich einen Wandel einzuleiten vermag oder vor allem der kurz bevorstehenden Bundestagswahl geschuldet war.

Bei uns lesen die Ergebnisse der Umfrage Instituts für Demoskopie Allensbach     

und auch eine Zusammenfassung unserer Freunde www.doppelresidenz.org